1. Medienkongress Villingen-Schwenningen
30. und 31. März 2006 | Neue Tonhalle

Wirkung von interaktiven, digitalen Medien auf Kinder und Jugendliche aus medienpsychologischer und medienpädagogischer Sicht.
Kinder und Jugendliche wachsen heute zunehmend in virtuellen Erlebniswelten
und medialen Ersatzwelten auf: Jeden Tag nutzen die 14 bis 19Jährigen
in Deutschland mehr als sechseinhalb Stunden audiovisuelle Medien.
Mit rund drei Stunden dominiert das Fernsehen die Mediennutzung,
interaktive Video- und Computerspiele und unzählige digitale Internetangebote
verbreitern das - scheinbar unendliche - mediale Unterhaltungsangebot.
Eltern, Lehrer und Erzieher sehen sich zunehmend mit einer Generation
konfrontiert, bei der DailySoaps, Reality-TV, Trash-TV, LAN-Partys,
eSport, 3D-Shooter, so genannte Killerspiele, SMS, MMS, Buddy-Listen
und Communities mit ihrer Virtualität die Realität als Erfahrungs-
und Lebensraum zu ersetzen scheinen.
Welche Auswirkungen hat die Virtualisierung des Lebensraums? Entstehen
gefühlskalte, sozial-isolierte Einzelgänger oder ist die im spielerischen
Umgang mit den Medien erworbene Kompetenz notwendige Voraussetzung
für eine nachwachsende mündige Generation?
Vor dem Hintergrund der skizzierten aktuellen Entwicklungen im
Bereich der Medienformen und -inhalte, erscheint die differenzierte,
forschungs- und handlungsorientierte Auseinandersetzung mit den
Folgen des Medienkonsums dringender denn je.
Der Medienkongress Villingen-Schwenningen greift die aktuelle
Diskussion auf und bietet durch die Bündelung aktueller Forschungsergebnisse
und Theorie- und Diskussionsansätze eine breite und wissenschaftlich
orientierte Basis, um die verschiedenen Ansätze und Erkenntnisse
der Medienwirkung einander gegenüber und zur Diskussion zustellen.
Im Rahmen des Medienkongresses werden somit nicht nur aktuelle
Forschungsergebnisse präsentiert, sondern auch Handlungsempfehlungen
von kompetenter Seite gegeben.
