3. Medienkongress Villingen-Schwenningen
25. - 26.03.2010 | Neue Tonhalle

Die Bedeutungszunahme von interaktiven/digitalen Medien und deren Inhalten
ist in der Jugendkultur an zahllosen Stellen zu beobachten: Medien und
Medieninhalte werden beispielsweise identitätsstiftend eingesetzt, wenn
es in einer Jugendclique zum Trend wird, das eine oder andere technische
Gerät (beispielsweise iPod, X-Box oder ein bestimmtes Handy) besitzen
zu müssen. Auch die Jagd um die coolsten Klingeltöne, um die neuesten
Videos für den tragbaren Medienplayer und/oder um die aktuellsten AddOns/Patches
für die angesagtesten Computerspiele, ist zu einem wesentlichen Bestandteil
der Jugendkultur geworden.
Kompetenz im Umgang mit immer neuen technischen Gadgets wird, ebenfalls
identitätsstiftend, von der Umwelt auch anerkennend wahrgenommen, denn
aus dieser täglich aktualisierten Medienkompetenz ergibt sich eine Anerkennung
und ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den älteren Generationen für
die Medien-Kids. Medial vermittelte Kommunikation (bspw. via ICQ, Skype,
SMS, MMS etc.) hält Beziehungen aufrecht und lässt den Freundeskreis fast
rund um die Uhr erreichbar erscheinen.
Medieninhalte und deren Protagonisten fließen oft nahtlos in die Kommunikationskultur
der Jugendlichen ein, denn "Geiz ist geil" und die Lebensweise von Paris
Hilton sind angesagt - zumindest solange, bis andere medial-vermittelte
Personen oder Slogan diese ablösen.
Diese Entwicklung, die Erwachsenen oft als Außenstehende staunend beobachten
hat in den letzten Jahren die Kindheit und Jugend der aktuellen Generation
erheblich verändert. Welche Risiken und Gefahren sind mit dieser Entwicklung
verbunden? Welche Chancen für die Förderung der Entwicklung von Kindern
und Jugendlichen steckt aber auch in den neuen Medien?